Bereichsübergreifender Kanban-Day

Insgesamt 27 Kolleginnen und Kollegen aus unseren Bereichen IT-Infrastructure, Redaktionsservices und dem IT Service Desk nahmen letzte Woche am bereichsübergreifenden Kanban-Day teil. Markus, Leiter IT-Infrastructure und Initiator des Kanban-Days, buchte für uns einen namhaften Kanban-Experten mit langjähriger Praxiserfahrung in dieser Methode.

Tim, ein Kollege aus der IT-Infrastructure war mit dabei.

Tim, Du hast am Kanban-Day teilgenommen, was habt Ihr gemacht?

Der Start des Workshops bildete ein Experiment, das uns veranschaulichte, warum die Methodik Kanban große Potentiale birgt: Alle 27 Teilnehmer bildeten die Produktionskette eines Schiffsbaus und jeder Kollege übernahm einen Produktionsschritt. Im ersten Durchlauf bauten wir die Schiffe nach dem Push-System, was typisch für die herkömmliche Arbeitsweise ist. Im zweiten Durchlauf veränderten wir die Produktionskette nach der Idee von Kanban: Wir wandten das Pull-Prinzip an, wodurch die Anzahl der Schiffe in der Produktion pro Kopf auf eins limitiert wurde, und jeder Teilnehmer nur ein Schiff  vor sich liegen haben durfte.

Das Ergebnis war augenscheinlich: Die Durchlaufzeit der einzelnen Schiffe verringerte sich mit der Pull-Methode im Vergleich mit dem herkömmlichen Verfahren. Das Experiment war ein Aha-Erlebnis für uns alle: Don´t start more that you finish und Multi-Tasking macht Dich langsamer anstatt schneller.

Schiffe bauen nach dem Push und Pull-Prinzip

Danach zeigte uns der Kanban-Experte verschiedene Möglichkeiten, ein Kanban-Board und somit die Aufgaben von Teams zu strukturieren. Er hat es wirklich gut gemacht: Er zeigte uns zahlreiche reale Praxisbeispiele.

Danach transferierten wir in Gruppen das Gelernte auf unsere Arbeitsumgebung. Diese Ergebnisse stellten wir allen vor und diskutierten die Probleme, die wir bei der Umsetzung befürchten.

Was sind Deine Take-Aways von diesem Tag?

Eine wichtige Erkenntnis ist auf jeden Fall, dass man Aufgaben limitieren bzw. eingrenzen muss. Es bringt nichts, viele Aufgaben gleichzeitig zu machen. Das möchte ich nun in meinen Alltag integrieren, und eher auf eine beschränkte Anzahl an Aufgaben fokussieren. Und erst wenn eine Aufgabe erledigt ist, die nächste Aufgabe „pullen“.