BurdaShop in der Cloud

Verlagerung des Burda Shop in die Cloud

Verlagerung des Burda Shop in die Cloud

Immer mehr Unternehmen verlagern ihre Systeme und Anwendungen in die Cloud. Auch für Burda ist dies ein wichtiges Thema. Mit der Eröffnung eines Rechenzentrums in Frankfurt am 23. Oktober 2014 von Amazon Web Services (AWS) wurden die Weichen auch für Burda gestellt, um eigene Anwendungen und Systeme in einer Private Cloud beim momentanen Marktführer bezüglich Cloud-Dienste zu hosten.

Im April 2015 startete aus diesem Grund das Projekt zur Verlagerung des Burda-Shop-Testsystems in die Amazon Web Services (AWS)-Cloud unter der Leitung von Tobias Treml in einer Zusammenarbeit von Business Solution und der Systemtechnik. Der Burda-Shop ist ein Online-Tool, welches im Burda-eigenen Intranet eingebunden ist und funktioniert wie ein großer personalisierter Einkaufswagen. Der Nutzer legt die gewünschten Produkte einfach in den Warenkorb – der Rest läuft automatisch ab: Genehmigungsworkflow, zu belastende Kostenstelle und Lieferadresse sind direkt mit eingebunden.

Schon seit Anfang Mai steht die Anwendung nun in vollem Funktionsumfang in der Cloud zur Verfügung – für die knapp 1000 Nutzer des Burda-Einkaufportals hat sich dadurch merklich nichts geändert, was ein Ziel des Projektes war.

Nach einigen Vorbereitungen konnte der Systemwechsel in die Cloud in nur zwei Tagen absolviert werden. Hierfür wurde die bereits existierende Amazon Virtual Private Cloud (VPC) genutzt, welche via VPN an das interne HBM-Netzwerk angebunden ist.

Die Besonderheit in diesem Projekt lag darin, dass mit dem Burda-Shop erstmals eine SAP-Anwendung in die AWS-Cloud integriert wurde, die zudem über zehn Schnittstellen zu anderen Systemen verfügt. Eine solche Komplexität stellte natürlich ganz spezielle Anforderungen an einen möglichen Cloud-Betrieb. Doch die anfänglichen Probleme in der Kommunikation mit dem externen Katalog, der auch in einer Cloud liegt, konnten schnell behoben werden.

Erste Tests mit der Anwendung in der Cloud zeigten bereits eine leicht verbesserte Performance. Nun soll der Betrieb einer SAP-Anwendung in der Cloud weiter betrachtet und Langzeiterfahrungen gesammelt werden, um den Weg für weitere Verlagerungen zu öffnen.

Die Erfahrungen in diesem Projekt haben gezeigt, dass:

  • die rein technische Verlagerung in die Cloud nur kurze Zeit benötigt
  • auch eine Cloud-Cloud-Anbindung machbar ist
  • eine Anbindung an die bestehende HBM-Systemwelt möglich ist
  • Projekte mit den richtigen Projektmitgliedern bei einer guten Planung und Vorbereitung in time abgeschlossen werden können auch bei neuen Herausforderungen
  • die Anwendung sich unverändert verhält