Flüchtlingskindern eine gute Zeit bescheren

Melanie Dold betreut ehrenamtlich Flüchtlingskinder

Melanie Dold betreut ehrenamtlich Flüchtlingskinder

Im Rahmen der ehrenamtlichen Tätigkeit für Flüchtlinge betreut Melanie Dold, Kollegin bei BurdaSolutions, nach der Arbeit Kinder zwischen 8 und 18 Jahren aus Syrien, Afghanistan und Irak. Im örtlichen Jugendhaus bringen Melanie und ihre Mitstreiter deutsche und ausländische Kids zusammen. „Wir spielen, kochen und reden mit Händen und Füssen mit ihnen und schenken ihnen ein paar leichte und unbekümmerte Stunden. Das größte bei der Arbeit: Wenn Flüchtlingskinder gemeinsam mit deutschen Kinder spielen und man das Gefühl hat, Integration geht voran,“ beschreibt Melanie.

„Wir sind ein offener Jugendtreff, d. h. die Religion und die Gesinnung sind irrelevant. Wir Betreuer lernen auch ein bisschen syrisch und begrüßen die Kids in ihrer Sprache, wenn sie zu uns in den Jugendtreff kommen: Marhaba! Das zaubert ein Lächeln und ein Funkeln in ihre Augen, ein unbezahlbares Geschenk.“

„In letzter Zeit beschäftigt mich vor allem ein Gefühl, mit dem ich nicht gerechnet und das ich völlig unterschätzt haben. Wenn die Familien der Kids offiziell als Flüchtlinge anerkannt werden und ihnen ein Wohnort irgendwo im Bundesland zugewiesen wird, sind diese Kids auf einmal weg und man hat keine Möglichkeit, sich von ihnen zu verabschieden. Die Fragen Werden sie in Deutschland Fuß fassen? Gehen sie wieder zurück in ihr Heimatland? bleiben unbeantwortet. Man wünscht es ihnen so sehr, dass es für sie gut ausgeht“, hofft Melanie.

„In unserer Kleinstadt gibt es ca. 25 Ehrenamtliche, die sich für Flüchtlinge einsetzen: Deutsche unterrichten geflüchtete Frauen in der deutschen Sprache, während andere Helfer auf ihre kleinen Kinder aufpassen; Mitglieder von örtlichen Sportvereinen integrieren Kinder in ihre Trainingsstunden, ein Wanderführer zeigt Interessierten die Region oder das örtliche Kino strahlt Filme ohne Sprachbarrieren aus. Es gibt zahlreiche Angebote, gesteuert wird dies von der örtlichen Caritas.

Das Feedback auf meine Arbeit in meinem Umkreis ist gemischt. Dass ich mich für die Kids einsetze, finden alle toll. Danach kommt oft ein „aber“. Wie ich damit umgehe? Mittlerweile diskutiere ich nicht mehr. Ich mache es einfach und es bereichert ungemein mein Leben.“