Künstliche Intelligenz wird die Welt verändern…genauso wie damals das Internet

Unser Ober-Nerd Werner (liebevoll gemeint 😊)  war letzten Monat beim IBM Watson Summit in Stuttgart. Bei diesem Summit präsentierten sich große Unternehmen und zeigten auf, wie sie die künstliche Intelligenz Watson in ihrem Unternehmen einsetzen.

Wir sind neugierig. Werner erzähl uns von Deinen Eindrücken.

Es war ein aufregender Summit, aufgeladen mit grellen Inszenierungen, was typisch für das amerikanische Unternehmen IBM ist:  Laute Musik, Lightshow und sogar Artisten stimmten die zahlreichen Teilnehmer auf die neue Welt rund um Künstliche Intelligenz (KI) ein.

Die General Managerin von IBM gab in ihren einleitenden KeyNotes einen geschichtlichen Abriss über Watson – die erste KI von IBM. Der KI-Boom begann mit der berühmten Jeopardy-Runde: Watson gewann gegen die Besten der Welt.

Was waren die Inhalte des Summits?

Neben Impulsvorträgen zum Thema KI, gab es auch eine Panel-Diskussion mit Vertretern der Wirtschaft. Die Teilnehmer diskutierten darüber, wie neue, innovative Technologien das Geschäftsmodell ganzer Branchen erschüttern und umwälzen können. Bei der Diskussion wurde offensichtlich, dass das aktuelle Buzz-Word „disruptiv“ im Sprachgebrauch unterschiedliche Bedeutungen hat: Was manche Unternehmensvertreter als eine erschütternde Innovation in ihrer Branche bezeichnen, ist für andere der gleichen Branche lediglich eine Modifikation der bestehenden Leistungen.

Was mir sehr gefallen hat, war der Ansatz eines Diskussionsteilnehmers aus der Medienbranche – er glaubt zu wissen, wie man Geld verdienen kann: Achtet darauf, wo Menschen von etwas genervt sind, da lässt sich ein Produkt daraus ableiten.

Außerdem setzen die meisten Unternehmen im Kontext von KI auf Diversity und heuern bewusst branchenfremdes Personal an. Damit wird das Ziel verfolgt, neue, frische Ideen zu generieren. Das empfinde ich als eine interessante Entwicklung:  Früher bevorzugte man zumeist Kollegen mit ähnlichem Hintergrund, während man heute gerne Menschen sucht, die durch andere Herkunft, Ausbildung etc. ganz andere Denkweisen mit einbringen.

Auffallend war, dass in allen anwesenden Unternehmen das KI-Thema stark besetzt und an sehr hoher Stelle im Unternehmen aufgehängt ist.

 Welche Unternehmen setzen Watson bereits ein?

Z. B. setzt die Telekom die Watson-Technologie im Kundenservice und in den Call Centern ein. Durch Spracherkennung will man mithilfe von Watson eine Art Self Service auf- und ausbauen.

Die Lufthansa setzt die Technologie ein, um ihren internen Reise-Agents schnelle Hilfestellungen anzubieten: Fragen wie „Was muss ich bei einem Flug von A nach B berücksichtigen?“ werden schnell beantwortet. Das lange Suchen nach der richtigen Information in internen Datenbanken fällt weg.

 Was hat Dir am besten gefallen?

(Anmerkung der Blog-Redaktion: An dieser Stelle des Interviews beginnen die Augen von Werner zu leuchten…ein klares Indiz für absolute Begeisterung)

Definitiv der Vortrag von Frau Prof Dr. Meckel! Sie hat mit ihrem Mind Opener einen wirklich krassen Ausblick auf die Zukunft gegeben: Wenn die Software des Menschen, also die kognitive Leistung des Gehirns, durch die Software einer Maschine ergänzt wird, ergeben sich ganz neue Möglichkeiten, unsere Zukunft zu gestalten. Die Steuerung komplexer Systeme rein durch Gedanken ist dabei nur der Anfang dieser Entwicklung.

Frau Prof Dr. Meckel erzählte auch von ihren Erfahrungen mit Sophia, einem äußerst attraktiven Roboter mit künstlichem Gehirn, der sogar Mitgefühl und Empathie erzeugen kann. „Hard stuff“ nenn ich das.

Ich bin mir sicher, dass KI die Welt genauso verändern wird, wie damals das Internet. Ich finde das extrem spannend und freue mich, dass ich daran mitwirken kann.

Lieben Dank für Deine Eindrücke, Werner.