Master-Thesis in Wirtschaftspsychologie: Unterstützung von Frauen benötigt

Melanie Dold schreibt ihre Masterthesis bei der BurdaSolutions

Melanie Dold schreibt ihre Masterthesis bei der BurdaSolutions

„Mein limbisches System schreit impulsiv „Muss ich haben“, die Hormone, die ich dabei ausschütte und die Eingabe von Stichwörtern bei Google helfen mir, das Teil ohne dass ich nicht mehr leben kann, zu finden“

Melanie Dold hat die 3 letzten Jahre neben Ihrer Arbeit im Service Management bei BurdaSolutions das Master-Studium in Wirtschaftspsychologie mit Schwerpunkt Marketing und Marktforschung absolviert und steht nun kurz vor dem Ziel: Die Master-Thesis. Für diese Arbeit wählte sie in Zusammenarbeit mit freundin eine empirische, interdisziplinäre Arbeit, also ein Blick in die Realität und zwischen den Disziplinen Wirtschaftspsychologie und Journalismus.

Was ist das Ziel?

Mithilfe einer Online-Befragung wird erhoben, welche Produktpräsentation im Internet Frauen zum Kauf von Mode oder Beauty-Produkten animiert und so die Kaufabsicht steigern kann. In Konkurrenz stehen

  • Produktbeschreibungen in Online-Shops
  • Inhalte von Bloggern
  • journalistische Inhalte von Redaktionen, wie z. B. von freundin

Die empirische Analyse basiert auf dem wissenschaftlichen S-O-R-Modell von Woodworth und auf dessen Annahme, dass Suchverhalten und die Einstellung zu den Quellen der Inhalten Einfluss auf die Kaufabsicht haben. Demzufolge werden neben der Analyse, welche Inhalte von Produktbeschreibung, Blog und redaktionellen Inhalten die Kaufabsicht von Frauen steigert, auch deren Einstellung und Suchverhalten erhoben: „Ich glaube, dass die Inhalte von Bloggern eher die junge Generation ansprechen. Wir Älteren, und darunter zähle auch ich, sind nicht mit Bloggern aufgewachsen und wir können deren Motive und Ziele welche sie mit dem Bloggen verfolgen, nicht nachvollziehen. Aufgrund dieser Einstellung sind wir nicht offen für deren Signale und nehmen deren beworbenen Produkte nicht wahr. Bei den jungen, sagen wir Generation Y, ist das anders“, ist sich Melanie sicher.

Einfluss auf die Kaufabsicht hat auch das Suchverhalten: „Ich sehe jemanden mit einem coolen Teil, mein limbisches System schreit impulsiv „Muss ich haben“, die Hormone, die ich dabei ausschütte (Neuromarketing, auch ein total spannendes Thema), und die Eingabe von Stichwörtern bei Google helfen mir, das Teil ohne dass ich nicht mehr leben kann, zu finden. Wenn dann die Kaufabwicklung einfach und schnell ist, dauert dieser Prozess je nach Preis wenige Minuten. D. h um mich als Käuferin zu kriegen, muss man eine SEO-optimierte Homepage haben und die Kaufabwicklung darf nur wenige Schritte dauern. An Bloggern mit ihren persönlich geschriebenen tagebuchähnlichen Inhalten würde ich durch meine Suchstrategie höchstwahrscheinlich nicht vorbeikommen.

Wie suchen andere Frauen in meinem Alter? Ich vermute ähnlich, wir wissen es aber nicht…Quod erat demonstrandum.“

„Eine erste Testphase mit Freundinnen und Studienkolleginnen ergab bereits einige Hinweise, die mich sehr überraschten. Diese Hinweise gilt es nun mit vielen Probanden zu verifizieren. Daher wäre ich sehr froh, wenn meine Kolleginnen (nur Frauen, sorry Jungs J) bei der Umfrage mitmachen und diese unterstützen würden.

Hier der Link zur Umfrage http://ww2.unipark.de/uc/dold_SRH_Riedlingen/ab07/

Dankende Grüße

Melanie Dold